
Opel Ampera | © by flickr / lucamascaro
Der deutsche Autobauer Opel muss den Verkauf von seinem Elektroauto vorerst stoppen. Die Technik des Ampera soll nach Unternehmensangaben nach einem Feuer in einer Batterie nun überarbeitet werden. Der Ampera ist als Hoffnungsträger von Opel bekannt. Allein in Europa gibt es für das Modell bislang insgesamt 6500 Vorbestellungen. Die Auslieferung des Modells wurde von dem deutschen Autobauer nun europaweit gestoppt.
Nach Unternehmensangaben sind Probleme mit den Batterien für den Stopp verantwortlich. Die vollgeladenen Akkus der Elektrofahrzeuge sind nach Unfällen ein beachtlicher Risikofaktor und müssen ähnlich behandelt werden wie Benzintanks. Um das Risiko zu mindern, will Opel nun bei seinen Stromspeichern die Sicherheit verbessern. Derzeit ist nach Angaben eines Sprechers jedoch nicht absehbar, wann das Unternehmen mit der Auslieferung von dem Opel Ampera beginnen kann. Der Opel Ampera kann bereits seit Oktober bei dem Hersteller bestellt werden. Auf dem europäischen Markt schlägt das Basismodell mit 42.950 Euro zu Buche. Tests der US-Sicherheitsbehörde NHTSA wurden als Anlass für den Lieferstopp bei Opel genannt.

Ampera | © flickr/ DOETDOET
Opel ist mit dem Ampera die Entwicklung des ersten alltagstauglichen Elektroautos gelungen. Dank der Anwendung des Range Extenders bietet das Elektromodell des deutschen Autobauers zusätzliche Reichweite und ist damit wiederum den täglichen Aufgaben gewachsen. Der deutsche Autobauer hat sich bei dem Ampera nun für einen leistungsstarken Akku entschieden. Schon früh erkannte Opel, dass die Reichweite bei den Elektroautos für den Ottonormalkunden auch weiterhin das größte Hindernis beim Kauf ist. Bislang werden die umweltfreundlichen Stromer vor allem von Firmen genutzt. Für sie sind die Fahrzeuge in erster Linie ein Ökofeigenblatt.
Bei dem Opel Ampera wird neben dem Elektromotor auch ein Benzinmotor eingesetzt. Er fungiert in dem System als Generator und versorgt den Elektromotor mit Strom. Die Zuschaltung des Benzinmotors erfolgt automatisch, wenn der Akku des Ampera leer ist. Dies ist nach rund 60 km der Fall. Durch den Range Extender kann der Opel Ampera überraschend große Reichweiten überwinden. Doch diese haben auch ihren Preis. Nach aktuellen Berichten wird der Einstiegspreis des Elektrofahrzeuges bei rund 42.900 Euro liegen. Damit ist der Opel Ampera für den Normalverbraucher alles andere als preiswert.

Opel Ampera | © by flickr / lucamascaro
Der deutsche Autobauer Opel schickt mit dem Ampera ein Elektroauto auf den Markt. Damit es diesem in keinem Fall an Attraktivität mangelt, hat der Hersteller für das Modell nun ein Ökostrom-Vorteilspaket geschnürt. Mit diesem kann Opel zudem die Umweltfreundlichkeit der Elektroautos gekonnt unter Beweis stellen. Für das Ökostrom-Paket hat sich der Hersteller für eine Kooperation mit 28 deutschen Ökostrom-Anbietern entschieden.
Das Opel Ampera Vorteilspaket soll nach Angaben des Autobauers zum Marktstart des Elektroautos angeboten werden. Es umfasst einen kostenfreien Vor-Ort-Check und individuelle Beratungsgespräche. Im Rahmen des Beratungsgesprächs können sich Kunden von Opel über Stromsparmöglichkeiten im eigenen Haushalt informieren. Die Vor-Ort-Überprüfung konzentriert sich auf die 230 V-Steckdose, die für die Aufladung der Akkus des Elektrofahrzeuges erforderlich ist. Kunden bekommen im Zuge des Ampera Vorteilspakets zudem die Möglichkeit direkt zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. Das Ökostrom-Vorteilspaket wird Opel nach eigenen Angaben nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Gewerbekunden zur Verfügung stellen. Der Opel Ampera gilt schon jetzt als uneingeschränkt alltagstauglich.

Opel Ampera | © by flickr/ David Villarreal Fernández
Standort-Suche für Ampera geht weiterAuch weiterhin sucht der deutsche Autobauer Opel nach einem Standort für den Ampera. Wie nun bekannt wurde, möchte der Hersteller die Produktion des Ampera langfristig nach Europa verlagern. Damit kann sich auch das Opel-Werk in Bochum weiter Hoffnungen machen. Medien berichteten zuletzt davon, dass der Ampera künftig bei GM in Detroit gebaut werden soll. Diese Berichte hat Chef Nick Reilly nun zurückgewiesen. Wie Reilly erklärte, soll lediglich die erste Generation des Ampera in Detroit gebaut werden. Anschließend soll die Produktion verlagert werden.
Grund für die Produktion in Detroit sind die geringen Stückzahlen der ersten Generation. Diese lohnen sich nach Aussagen von GM nicht, um in Europa zusätzliche Kapazitäten aufzubauen. Die Bochumer Werke wurden für die Produktion des Ampera schon vor rund zwei Jahren ins Gespräch gebracht und sollten den Werken hierzulande unter anderem bei dem Weg aus der Krise helfen. Bislang ist aber noch unklar, ob die nächsten Generationen des Modells wirklich in Bochum hergestellt werden.

© flickr/ DOETDOET
Der deutsche Autobauer Opel hat mit dem Ampera ein eigenes Hoffnungsmodell erschaffen. Mit dem Hybridfahrzeug will Opel endgültig die Krise hinter sich lassen. Der Autobauer wird den Ampera in wenigen Wochen der Öffentlichkeit vorstellen. Bislang hält man sich mit Blick auf den neuen Hoffnungsträger noch bedeckt. Doch das Vorserienmodell, das sich bereits ersten Tests unterzogen hat, konnte durchaus überzeugen. Der Opel Ampera unterscheidet sich deutlich von Hybrid-Autos, die bereits auf dem Markt sind.
Selbst bei Vollgas nutzt der Ampera ausschließlich seinen Elektromotor und rollt so auch nahezu geräuschlos über die Autobahnen. Erst wenn der Akku fast leer ist, schaltet sich schließlich der klassische Verbrennungsmotor zu. Dabei liegt die Reichweite des Elektromotors nach Angaben von Opel je nach Fahrweise zwischen 40 und 80 km. Über einen Generator produziert der Benzinmotor neuen Strom für den Elektromotor. So kann mit einer Tankfüllung eine Strecke von stolzen 550 km bewältigt werden. Damit der Elektromotor vollständig aufgeladen werden kann, muss der Opel Ampera für insgesamt vier Stunden an die Steckdose.