Die Beschäftigen des Eisenacher Opel-Werkes müssen sich erneut mit dem Gedanken der Kurzarbeit auseinandersetzen. Betriebsratschef Harald Lieske erklärte, dass es wahrscheinlich nach der Sommerpause erneut zur Kurzarbeit in dem Werk kommen wird. Grund ist die Auftragslage des Opel Corsa, die sich nach Aussagen von Lieske schlecht entwickelt. Betroffen davon ist ausschließlich der Dreitürer, der in Eisenach produziert wird und derzeit wesentlich weniger gefragt ist als der Fünftürer, der im spanischen Saragossa hergestellt wird.
Bezugnehmend auf die Prognosen der Geschäftsführung könnte sich die Kurarbeit in Eisenach über 47 Tage erstrecken. Durch sie soll die Beschäftigtenzahl in dem Werk gehalten werden. Momentan stehen aufgrund der Werksferien die Bänder für drei Wochen still. Erst ab dem 6. August beginnt der Produktionsbetrieb wieder. Schon in der Vergangenheit sprachen sich sowohl Lieske als auch der Wirtschaftsminister Thüringens, Matthias Machnig, für die Verlagerung des Fünftürers aus. Derzeit ist es jedoch unwahrscheinlich, dass ein zweistelliger Millionenbetrag investiert wird, um die Produktion überhaupt möglich zu machen. Zudem steht derzeit noch nicht fest, wo der neue Kleinwagen Opel Junior produziert werden soll.
Mit dem Astra 1.3 CDTI EcoFlex startet Opel einen Sparkurs, der vor allem die Kunden überzeugen soll. Immerhin ist der Astra mit einem Verbrauch von 4,1 Liter auf 100 km alles andere als durstig. Doch auch die geringe Co2-Emission dürfte auf Überzeugung stoßen. Opel hat gleich drei Versionen des Astras mit dem Beinamen EcoFlex ausgestattet. Die umweltfreundliche Technik ist alles andere als eine Innovation oder eine Überraschung. Immerhin können mittlerweile 33 Opel-Modelle mit dem Beinamen aufwarten.
Der Astra EcoFlex ist mit einem 1,3-Liter-Vierzylinder-Diesel ausgestattet und legt eine Leistung von 95 PS aufs Parkett. Die umweltfreundlichen Werte kann das Modell vordergründig durch zwei Neuerungen erreichen, die sich beide auf die Aerodynamik konzentrieren. So verfügt der Kühlgrill über einen Aeroshutter. Je nach Tempo sorgt er dafür, dass sich die Lamellen schließen oder öffnen. Der Unterboden ist beim neuen Astra teilweise verkleidet und unterstützt damit die wesentlich besseren Verbrauchswerte. Geduld müssen Käufer vor allem dann beweisen, wenn sie sich den Opel Astra mit einer Start-Stopp-Automatik sichern möchten, denn diese soll erst zum Jahresende in den Fahrzeugen zu finden sein.
Der deutsche Autobauer Opel muss nach aktuellen Berichten den Corsa zurückrufen. Vom Rückruf des Modelljahrgangs 2010 sind 15.500 Fahrzeuge betroffen. Grund für den Rückruf sind Probleme an der Handbremse. Nach Aussagen des Konzerns ist die Wirkung der Handbremse nicht ausreichend. In einzelnen Fällen kann diese sogar bei null liegen. Opel verwies darauf, dass sich der zeitliche Aufwand zum Beheben der Probleme auf rund eine Stunde beläuft.
Betroffene Halter werden durch das Kraftfahrt-Bundesamt informiert. Bereits zum zweiten Mal muss Opel in diesem Jahr Corsa-Fahrzeuge zurückrufen. Bei allen Modellen, die von dem Rückruf betroffen sind, werden in den Werkstätten zwei Unterlegscheiben angebaut. In einzelnen Fällen kann auch das Ersetzen des kompletten Seils erforderlich sein.
Von der ersten Rückrufaktion des deutschen Autobauers waren insgesamt 15.600 Fahrzeuge betroffen. Bei ihnen waren Probleme an der elektronischen Klimaregelung der Rückrufgrund. Abgesehen von den aktuellen Problemen kann Opel auch weiterhin auf eine positive Entwicklung verweisen und profitiert derzeit vom allgemeinen Aufschwung.